Anamnese beim Heilpraktiker in Tübingen – Erstbesuch
Anamnese beim Heilpraktiker in Tübingen – Ihr erster Besuch bei uns
Sie haben sich entschieden, einen Heilpraktiker aufzusuchen, und fragen sich, was Sie beim ersten Termin erwartet? In unserer Naturheilpraxis in Tübingen nehmen wir uns für die Anamnese – das ausführliche Erstgespräch – deutlich mehr Zeit als in einer üblichen Arztpraxis. Denn eine gründliche Anamnese ist die Grundlage jeder naturheilkundlichen Behandlung: Nur wer Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und Ihre Lebensumstände wirklich versteht, kann die passende Therapie finden.
»Mensch, lerne, lerne, frage, frage und schäm dich nicht, zu lernen und zu fragen.« – Paracelsus
Was ist eine Anamnese – und warum dauert sie so lange?
Das Wort Anamnese stammt aus dem Altgriechischen (anámnēsis = Erinnerung) und bezeichnet die systematische Erfassung Ihrer Krankengeschichte im Gespräch. Während ein Arztbesuch oft auf ein einzelnes Symptom fokussiert ist, betrachten wir als Heilpraktiker den Menschen als Ganzes: körperliche Beschwerden, seelisches Befinden, Lebensgewohnheiten, Ernährung, Schlaf, Stress, familiäre Vorbelastungen – alles fließt ein.
Für die Erstanamnese sollten Sie etwa 60 bis 90 Minuten einplanen. Das ist keine Formalität, sondern der wichtigste Schritt der Behandlung. Ob Akupunktur, klassische Homöopathie oder orthomolekulare Medizin – die Wahl der Therapie ergibt sich aus dem, was wir in dieser ersten Sitzung gemeinsam erarbeiten.
So läuft Ihr erster Besuch bei uns ab
Schritt 1: Fragebogen vorab ausfüllen
Vor Ihrem ersten Termin erhalten Sie von uns einen ausführlichen Anamnesebogen per E‑Mail (auf Wunsch auch per Post). Diesen füllen Sie in Ruhe zu Hause aus und bringen ihn zum ersten Termin mit. Der Fragebogen spart uns im Gespräch Zeit für die Details, die wirklich zählen – und gibt Ihnen Gelegenheit, in Ruhe über Ihre Beschwerden nachzudenken, ohne unter Zeitdruck zu stehen.
Schritt 2: Das ausführliche Anamnesegespräch
Bei Ihrem ersten Besuch in unserer Praxis besprechen wir den Fragebogen gemeinsam und vertiefen die wichtigsten Punkte. Dabei geht es um:
Aktuelle Beschwerden – Was führt Sie zu uns? Seit wann bestehen die Beschwerden? Was verschlechtert, was verbessert sie? Wie stark beeinträchtigen sie Ihren Alltag?
Vorerkrankungen und Verletzungen – Frühere Erkrankungen, Operationen, Unfälle, Krankenhausaufenthalte. Auch scheinbar weit zurückliegende Ereignisse können für die aktuelle Situation relevant sein.
Familiäre Krankengeschichte – Erkrankungen in der Familie geben Hinweise auf mögliche erbliche Veranlagungen und spielen insbesondere in der homöopathischen Behandlung (miasmatische Bewertung) eine wichtige Rolle.
Medikamente und Nahrungsergänzung – Welche Medikamente nehmen Sie aktuell ein? Welche Nahrungsergänzungsmittel? Diese Information ist wichtig, um Wechselwirkungen zu vermeiden und den Gesamtstatus einzuschätzen.
Ernährung und Verdauung – Wie und was essen Sie? Gibt es Unverträglichkeiten? Wie ist Ihre Verdauung? Gerade bei chronischen Beschwerden liefert die Ernährungsanamnese häufig entscheidende Hinweise.
Schlaf, Stress und psychosoziale Faktoren – Wie schlafen Sie? Wie belastend ist Ihr Alltag? Wie gehen Sie mit Stress um? Körperliche und seelische Gesundheit hängen eng zusammen – wir fragen deshalb offen nach beiden Seiten.
Persönliche Eigenheiten – In der klassischen Homöopathie nach Hahnemann und Stöteler sind auch Ihre persönlichen Vorlieben und Abneigungen, Temperaturempfinden, Durstverhalten und andere scheinbar nebensächliche Details wichtig für die Mittelwahl.
Schritt 3: Körperliche Untersuchung und Befunderhebung
Im Anschluss an das Gespräch führen wir je nach Beschwerdebild eine körperliche Untersuchung durch. Diese kann unter anderem umfassen:
Inspektion – eine äußere Begutachtung auf Hautveränderungen, Flecken, Verfärbungen, Schwellungen oder Auffälligkeiten in Haltung und Beweglichkeit.
Palpation – Abtasten von Lymphknoten, Bauchraum, Wirbelsäule, Muskeln oder Gelenken, um Verhärtungen, Druckschmerz oder Schwellungen festzustellen.
Perkussion und Auskultation – Abklopfen des Brustkorbs oder Abhören mit dem Stethoskop, falls die Beschwerden Herz, Lunge oder Bauchorgane betreffen.
Welche Untersuchungen im Einzelnen durchgeführt werden, hängt von Ihrem Beschwerdebild ab – nicht jeder Patient durchläuft denselben Ablauf.
Schritt 4: Vorhandene Befunde besprechen
Liegen bereits labormedizinische Untersuchungsergebnisse vor – etwa eine Stuhlanalyse, ein Hormonstatus über Speicheldiagnostik, Blutuntersuchungen mit Vitamin- und Mineralstoffprofilen oder ärztliche Befundberichte –, besprechen wir diese gemeinsam und beziehen sie in die Therapieplanung ein.
Bringen Sie zum Ersttermin gerne alle vorhandenen Befunde mit, auch wenn sie schon etwas älter sind. Falls weiterführende Labordiagnostik sinnvoll erscheint, empfehlen wir gezielt die passenden Untersuchungen.
Schritt 5: Therapieplan und nächste Schritte
Am Ende der Erstanamnese haben wir ein umfassendes Bild Ihrer Situation. Darauf aufbauend besprechen wir gemeinsam:
Welche Therapie infrage kommt – ob Akupunktur, klassische Homöopathie, orthomolekulare Medizin, pneumatische Pulsationstherapie oder eine Kombination verschiedener Verfahren. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen, nicht über Ihren Kopf hinweg.
Wie die Behandlung ablaufen wird – Häufigkeit der Termine, voraussichtliche Dauer, was Sie selbst beitragen können.
Was die Behandlung kostet – transparent und ohne versteckte Gebühren. Sie wissen nach dem Ersttermin, womit Sie rechnen können.
Häufige Fragen zum Erstbesuch
Wie lange dauert der erste Termin? Planen Sie etwa 60 bis 90 Minuten ein. Die genaue Dauer hängt von der Komplexität Ihrer Beschwerden ab. Bei homöopathischen Erstanamnesen kann der Termin auch bis zu zwei Stunden dauern – das besprechen wir bei der Terminvereinbarung.
Muss ich den Fragebogen vorher ausfüllen? Er ist nicht verpflichtend, aber sehr empfehlenswert. Der ausgefüllte Bogen gibt uns eine solide Grundlage und sorgt dafür, dass wir im Gespräch keine wichtigen Punkte übersehen. Außerdem bleibt so mehr Zeit für die Themen, die Ihnen wirklich am Herzen liegen.
Was soll ich zum Ersttermin mitbringen? Den ausgefüllten Fragebogen und – falls vorhanden – aktuelle und ältere Laborbefunde, ärztliche Berichte, eine Liste Ihrer Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Je vollständiger das Bild, desto gezielter die Therapie.
Werde ich beim ersten Termin schon behandelt? In vielen Fällen ja. Bei akuten Beschwerden beginnen wir oft schon in der ersten Sitzung – zum Beispiel mit Akupunktur. Bei der klassischen Homöopathie benötigt die Mittelwahl nach der Anamnese allerdings etwas Zeit, sodass die erste Gabe meist beim Folgetermin erfolgt.
Was kostet die Erstanamnese? Die Abrechnung erfolgt nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH). Die Kosten hängen von der eingesetzten Zeit, den erbrachten Leistungen und der eventuellen Nachbearbeitungszeit ab (z. B. Repertorisation und Materia-medica-Abgleich bei klassischer Homöopathie, Erstellung individueller Therapiepläne). Zur Orientierung einige Richtwerte – der tatsächliche Betrag kann abweichen:
- Ersttermin Klassische Homöopathie (ca. 90 Min. inkl. Nachbearbeitung und Therapieplan): ca. 195 €, bei Kindern ca. 145 €
- Ersttermin inkl. manueller Behandlung: ca. 120–150 €
- Folgetermine: meistens 70–100 €
- Akupunkturtermine ohne längeres Beratungsgespräch: ca. 45 €
- Kurztermine und Beantwortung von Fragen: nach verbrauchter Zeit
- Verbrauchte Medikamente und Materialien werden zum Gestehungspreis berechnet
Wie bezahle ich? Beim Ersttermin bezahlen Sie bequem vor Ort per EC- oder Kreditkarte. Privatversicherte Patienten erhalten anschließend eine detaillierte Rechnung mit allen Posten aus dem Gebührenverzeichnis per E‑Mail (oder auf Wunsch per Post), die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. Private Krankenversicherungen und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen erstatten die Kosten häufig ganz oder teilweise.
Kann ich vorab ein kostenloses Kennenlerngespräch führen? Ja, das empfehlen wir sogar. Im kostenlosen und unverbindlichen Kennenlerngespräch können Sie uns und unsere Arbeitsweise kennenlernen, bevor Sie sich für eine Erstanamnese entscheiden. So sehen Sie, ob die Chemie stimmt – ohne Kosten und ohne Verpflichtung.
Ihre Heilpraktiker-Praxis in Tübingen – der erste Schritt beginnt mit einem Gespräch
Sie möchten einen Termin für eine Erstanamnese vereinbaren – oder sich erst einmal unverbindlich informieren? Nutzen Sie unser kostenloses Kennenlerngespräch. Unsere Praxis liegt zentral in Tübingen und ist auch aus Reutlingen, Rottenburg und dem Umland gut erreichbar.
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